Folge 86 - Urbane Bienen mit Anna Hochreutener
Shownotes
In dieser Podcast Folge unterhält sich Christine Abbühl mit Anna Hochreutener von Wabe 3 über Bienen in der Stadt und alles was damit einher geht. Anna ist Imkerin von klein auf und hält als **Berufsimkerin **Bienen in der Stadt.
Auf den Dächern von Zürich produziert sie Honig. Im Geschäft im Kreis 4, bietet sie den Honig und **Produkte **an, die damit hergestellt werden. Im Interview erklärt Anna, warum sie zusätzlich auch Weiterbildungen, **Führungen **und spezielle Produkte für ein schönes Leben anbietet.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Gespräch: Wir sollten nicht darüber diskutieren ob es Konkurrenz zwischen **Wildbienen **und Honigbienen gibt. Wir müssen darüber diskutieren, wie es allen gut geht. Wildbienen benötigen die richtigen **Pflanzen **und im Tessin leben andere Arten von Wildbiene als im Seeland. Wachsmalstifte die mit **Wachs **hergestellt werden, sind für Kleinkinder unbedenklich und bieten Spass am Malen
In dieser Folge hörst du: 01:48 Das Businessmodell von Anna 02:45 Die Auswirkungen von Honigbienen auf die Wildbienen und wie Anna für das Thema sensibilisiert 04:48 Warum es den Bienen in der Stadt besser geht, als auf dem Land 07:54 Wie Anna Standorte für die Bienenvölker findet 09:53 Wildbienenprojekte 11:53 Was Anna mit dem Honig macht 14:03 Die Bildungsangebote von Wabe3 16:09 Annas Tipp für Unternehmerinnen 16:46 Warum nicht jede Pflanze hilfreich ist und trotzdem jedes Blümchen hilft 17:33 Aus der Praxis: Einfache Hilfe für Wildbienen 19:29 Mit welchen kleinen Sachen jeder anfangen kann 21:14 Woran Insekten Freud haben
Ein Besuch im Wabe 3 Slow Living lohnt sich nicht nur für Honigfans. Anna ist Imkerin mit einem Herz für Design und hat das Angebot in ihrem Geschäft mit schönen, guten und nachhaltigen Produkten erweitert.
Hier findest du die beste Futterpflanze für deinen Wohnort: bee-finder.net Hier findest du Anna und ihr Geschäft: www.wabe3.net
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sind im Krabbeide auf und haben entschieden, dass wir Biene in der Stadt halten möchten.
00:00:08: Das professionell zu machen und das auf den Dächer von Zürich.
00:00:23: Hallo!
00:00:24: Herzlich willkommen zum Podcast.
00:00:26: Unternehmerin und ihre Nachhaltigkeit.
00:00:29: Ich freue mich wenn ich dich ein bisschen inspirieren darf Denn Nachhaltigkeits kann ganz einfach sein Erfahre von Unternehmerinnen welche Herausforderung Stolpersteine, aber auch Erfolgserlebnisse ihn auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit begegnen.
00:00:45: Mein Name ist Christine Appel und ich wünsche dir
00:00:48: viel Spaß
00:00:49: bei dieser Podcast-Folge!
00:01:01: Für die heutige Podcast Folge bin ich unterwegs nach Zürich.
00:01:05: Ich möchte mich
00:01:06: mit Anna
00:01:07: Hochreuthener unterhalten.
00:01:09: Sie ist Imkerin und hat einen Herz für Design.
00:01:12: eine spannende Kombination bleibt unbedingt dran
00:01:17: Anna,
00:01:18: wir sitzen hier inmitten von Lauterdingen und ganz viel
00:01:23: Honig
00:01:23: und ganz viele Bilder mit Bienen.
00:01:27: Was hat das damit auf sich?
00:01:29: Ja hallo!
00:01:30: Danke für dieses Gespräch, freu mich schon.
00:01:36: Wir sind bei Wabbe III im Krei auf Zürichstechen.
00:01:42: Vor dreizehn Jahren habe ich das Leben gerufen.
00:01:44: Jetzt haben wir mit meinem Mann, Tom und mir im Krabbeidekli aufgenommen.
00:01:52: Wir haben entschieden, die Bienen in der Stadt zu halten, professionell zu machen und das auf den Dächer von Zürich.
00:02:03: Ein spannendes Business-Modell!
00:02:06: Ich habe mal von der ganzen Zeit mich so ein bisschen damit
00:02:10: beschäftigt.
00:02:11: So mit Pflanzen und Biodiversität in einer Stadt, was ganz klar irgendwie zuwesen ist ja dass viel weniger Pflanzenschutzmittel in der Stadt verwendet werden als auf dem Land.
00:02:26: also Insekten haben eine größere Überlegenschance was das angeht.
00:02:32: wenn du jetzt sagst Bienen Professionell im Kern auf den Dächern, tust du dann eigentlich der Honigbinder, den vorzugeben oder hat das keinen Einfluss auf
00:02:44: die Wildbienen?
00:02:48: Das ist eine gute Frage, was heiss um Stritten ist.
00:02:52: Oder diskutiert wird.
00:02:55: Was Auswirkungen von Honigbeeren auf die wildbeeren sind.
00:03:00: Ich glaube da gibt es verschiedene Ansätze und Faktoren, die man im Betracht ziehen muss.
00:03:09: Für uns ist es so, dass wenn wir im Berufsimker im Verhältnis sehr klein sind – also mit hunderthundertzwanzig Bienenvölkern gibt's eigentlich praktisch keine Brufsimkerreihe, die von dem leben.
00:03:24: Wir machen das mit einem Mix der hundert-hundertzwanzigen Bienenvolkern und ganz viel Vermittlungsangebot und dann noch zusätzlich uns erladen.
00:03:36: Und jetzt gerade auf das Thema Vermittungsangebot, wir haben rund sechzig Führungen pro Saison für Erwachsene.
00:03:46: Die Führung sind zwischen fünfzehn bis sechszehn Leute.
00:03:51: Wir machen etwa dreißig bis vierzig Schulklassenführung pro Saison.
00:03:56: Das heisst, zwanzig Kinder pro Schulklass mindestens.
00:04:00: Wir erreichen unglaublich viele Leute und klären auf.
00:04:05: Und in allen unsern Führungen ist Wildbienen immer wieder ein Thema und wir sensibilisieren auch für die Wildbiene.
00:04:14: Ob es tatsächlich Konkurrenzsituationen gibt, ist ausstehend.
00:04:20: Es gibt gewisse Studien, die sagen, dass man darauf hindeuten kann ... Ich sage immer, wir müssen nicht darüber diskutieren, ob es eine Konkurrenz gibt.
00:04:32: Sondern wir müssen eigentlich darüber diskutiert werden, was man machen kann, dass allen Bienen gut gehen.
00:04:37: Und dort ist der Ansatz eben einerseits von uns aus jetzt aufgeklärt, den Leuten bei ihnen näher zu bringen – wenn er etwas sympathisch ist, schützt man das auch eher!
00:04:52: Blüten-Augebote arbeiten, die alle können Und wenn wir weitergehen, dann müssen wir schauen, warum es der Biene in der Stadt besser geht als auf dem Land.
00:05:05: Und eigentlich müsste man dort ansetzen, dass der Bienen wieder gut geht.
00:05:11: und wenn wir allgemein Bienenschutz betreiben, kommt das um alle Bienen zu gut.
00:05:17: Deswegen habe ich für mich die Diskussion Wildbiene-Konkurrenzsituationen.
00:05:22: finde ich schwierig, weil es reicht ab vom eigentlichen Thema, wo man alle etwas hinterführt.
00:05:28: Das finde ich einen
00:05:30: wunderbaren Ansatz muss ich ehrlich gestehen, weil mir gefällt das auch nicht mit du darfst das nicht tun, weil dann passiert das sondern ich bin Fan von Vielfalt
00:05:40: und
00:05:41: kann mir gut vorstellen dass durch eure Arbeit, wo viel Aufklärung mit drin ist eben diese Vielfald entsteht Biene oder das Insekten generell nicht mehr so als der Feind dasteht.
00:05:55: Ich habe mich noch nicht mit jemandem unterhalten und sind mir darauf gekommen, dass wahrscheinlich auch die große Werbekampagne der Insektspräh-Hersteller
00:06:04: ist,
00:06:05: die eigentlich dafür gesorgt hat, dass so wie eben Insekte nicht mehr als etwas dastehen, die auch Lebensberechtigung haben Biene, die Honig macht.
00:06:18: Das ist ja wie eine Ausnahme für die Menschen und ich kann mir gut vorstellen dass dann auch mit eurer Arbeit auch Wespen
00:06:26: und
00:06:27: Hummeln und ich weiß nicht was alles wieder so ein bisschen in ein anderes Licht gerückt werden.
00:06:32: und die
00:06:33: Blütenvielfalt wenn sie gefördert wird, dann heißt das ja, dass allgemein kleine fliegende Lebewesen gefördert werden.
00:06:45: Das finde ich phänomenal!
00:06:47: Absolut.
00:06:47: Ich denke, das ist so die Blütenvielfalt und das Habitat.
00:06:52: Dass man wirklich das fördert und Leute aufklärt, was
00:06:55: sie brauchen ...
00:06:57: Und dann dass alle zu gut kommen.
00:06:59: Das, was du gerade sagst, dass dich sagt, dass wir einen schlechten Ruf haben, ist ja eigentlich schöner, dass man mit der Honigbiene noch ein Sympathieträger hat oder die Trägerin besser gesagt und mir diese nutzen kann und die einsetzen können für den Schutz von allen.
00:07:18: Ihr tut das ja auch, ihr erntet Honig und ihr verkauft auch Honig.
00:07:23: Du hast vorhin gesagt, hundertzwanzig Völker habt ihr?
00:07:27: Wie viel Honig kommt da so zusammen?
00:07:30: Genau also wir rechnen mit etwa zwanzig bis fünfundzwanzighilo pro Volk, pro Saison Und im Schnitt haben wir so rund Hundert Wirtschaftsvölkern Völker, die wirklich auch Honig produzieren.
00:07:47: Der Rest ist ein Jungvölker, der neu sind und was er im Jahr darauf produziert
00:07:54: hat.
00:07:55: Und wie findet ihr den Standorten für Albin
00:07:58: Folgen?
00:07:59: Das ist ganz unterschiedlich.
00:08:01: Als wir gestartet haben, im Zettelsohn XIII, ging es darum, etwas Dürren abklopfen zu können.
00:08:08: Wir haben sehr viel Absagen bekommen.
00:08:12: Wir haben aber einen guten Start bekommen, durch eineseits das Gemeinschaftszentrum Riesbach und andererseits den VBZ Verkehrsbetrieb.
00:08:22: Die haben uns in die ersten Türen geöffnet und sich auch mit Medien gebracht.
00:08:29: Mittlerweile hat sich das Blatt dreht, dass viele auf uns zukommen und uns fragen.
00:08:37: bei uns platzieren.
00:08:39: Das ist natürlich super, denn dann können wir ein bisschen Bäribicke.
00:08:42: Ja, das ist wunderbar!
00:08:44: Ihr tut sie nur auf die Dächer, also etwas hoch?
00:08:48: Nicht unbedingt.
00:08:50: Wir haben zwei oder drei Standorte, die am Boden sind... Die Dächer haben sich einfach ergeben, weil der Platz in den Stadtraren ist und die Dächter halt unbenutzt.
00:09:00: Wohlbemerk zu hoch darf es auch nicht sein.
00:09:03: Wenn man sich vorstellt wenn eine Bienen voll beladen mit Nektar- und Polen heifliegt dann ist sie ja schwer.
00:09:10: Und wenn das Dach zu hoch oben ist dann verbraucht sie zu viel Energie um nicht aufzukommen was wiederum dann eigentlich nicht am Volk oder uns für die Honigproduktion zu gut kommt.
00:09:21: sprich wir Bewegen wir uns wahrscheinlich zwischen dem ersten bis maximal fünften Stock in der Regel.
00:09:30: Und schaut
00:09:31: ihr dann auch, dass bei den
00:09:32: Liegenschaften
00:09:35: Anpflanzung gemacht werden?
00:09:37: Oder vertraut ihr darauf, dass rundherum genügend Pflanzen sein werden?
00:09:42: Genau!
00:09:42: Also hauptsächlich vertrauen wir mal darauf, das ringsum einen Knoek hat.
00:09:48: Wir empfehlen aber auch immer wieder die Projekte.
00:09:51: Wir haben gerade noch einmal die Thema Wildbienen, wir haben auch ein Wildbienenprojekt, wo man sagen kann, dass man etwas auf diesen Dachföchern machen kann – eine Zuförderung der Bienen von Habitat und Pflanzen.
00:10:04: Pflanzen auf den Teichern ist immer ein schwieriges Thema, weil es meistens keine Bewässerungen gibt und recht harsch ist dort oben.
00:10:12: Die Zunahe bretzt einfach drauf und vertrechnet das Meiste.
00:10:16: Von daher ist es von uns, was jetzt nicht so einfach zu sagen, man planten alle diese Dächer.
00:10:27: Was wir aber zum Beispiel machen ... Wir haben Blumen für Bienensatmischung, die viel Sämli drin hat und über das ganze Sommer im Jahr kommt.
00:10:38: Das sind auch Mehrjährige.
00:10:42: Tausende, aber tausende von diesen pro Jahr verkaufen.
00:10:46: Und auch zum Beispiel ganz in schlechten Honigern der Jahre haben wir es schon gehabt, dass man gesagt hat, jedes Glas Honig gibt es eine sehr kleine Satmischung dazu und nur so kann man unseren Honig kaufen.
00:10:58: Auch wieder zu sensibilisieren, abpflanzen, abplanen, abplanten und das
00:11:03: hilft.
00:11:04: Ich denke mir, wenn die Abwartungen ... Kilo-Wies, eine Halbmischung, die wir hier rauslönden und alles abpflanzt werden, dann tun wir auch einen recht grossen Beitrag
00:11:16: für Pflanzen.
00:11:17: Wir müssen es nicht direkt selber machen.
00:11:21: Ich finde den Ansatz noch spannend, weil es gibt ja viele Menschen, die sagen okay ich bin nachhaltig, weil ich kauf etwas Bestimmtes oder mache etwas Bestimtes und betrachten das so losgelöst.
00:11:34: Es ist ja nicht losgelöst, es ist immer etwas Gesamtes und ein System was ineinander
00:11:39: greift.
00:11:40: Und das zu fördern in dem so eine Saatmischung mit diesem Glas Honig verkauft wird finde ich
00:11:46: eine super coole Idee.
00:11:48: Was macht ihr sonst noch mit dem Honig?
00:11:50: Außer den Verkaufen
00:11:52: im Glas?
00:11:53: Also mit einem Honig haben wir schon noch Essware wie zum Beispiel Skranola haben wir einen Honigsämpf haben wir Ein Honigbier.
00:12:07: Genau, wir haben ein paar verschiedene Produkte mit Honig und sonst haben wir eher noch ein Produkt mit Wachs.
00:12:15: Wir machen zum Beispiel unsere eigene Wachsmahlstift mit Mineral Pigment Was super ist für Kinder, kleine Kinder können es bedenklich auch mal in den Maul nehmen oder aber auch für die Erwachsene, die gerne etwas malen.
00:12:30: Das sind wirklich lässige Farben.
00:12:34: Wir machen einen lieben Balsam, einen kältigen Balsamm und eine Propolis-Tinkdauer.
00:12:42: Das ist ein Hartz-Propolis, das Bienen der Bäume sammelt.
00:12:48: Und das hat wirklich, dass es eine antibakterielle, antiviral und antimykotische Wirkung hat.
00:12:55: Die Bienen überziehen eigentlich alles mit dem sich selber bewaben.
00:13:00: Sie machen jede Ritze zu damit.
00:13:03: Das macht man bei den Honigen ernten.
00:13:05: Man macht einen Tinkdur und die kann man z.B.
00:13:09: in den Tee tun.
00:13:10: Wenn man angeschlagen ist und ein Gefühl hat, man wird vielleicht etwas krank ... Dann hilft das wie von Ihnen aus, wenn es natürliche Antibiotika gegen Krankheiten ist.
00:13:25: Es funktioniert wunderbar.
00:13:29: Die Palette wird immer größer, merke ich.
00:13:33: Du hast mir vorhin erzählt ... Ihr habt für euch festgelegt, dass ihr auch ein Bildungsauftrag habt?
00:13:41: Ja genau!
00:13:43: Ich gucke immer so eine Videoserie von einem Menschen, der mit Schafen und Wolle hantiert in Norddeutschland.
00:13:50: Und der betont immer
00:13:51: – ich habe
00:13:52: ein Bildungsantrag!
00:13:53: Das
00:13:54: finde ich einen super Ansatz.
00:13:57: Was
00:13:57: für Kurse bietet ihr an, außer Führung für Erwachsene- und Schulklassen?
00:14:03: Genau, also wir starten genau mit den Schulklassens, wo die Lehrpersonen direkt über die Website berichten können sich auch melden Und dann haben wir aber auch im anderen Ende des Spektrums eine Imker-Kurse.
00:14:20: Klassische Leute, die selber anfangen zu imkern oder einfach mal wissen, ob sie Biene verdäufen möchten.
00:14:28: Inzwischen machen wir ganz viele verschiedene Workshops
00:14:31: von ...
00:14:33: Wir sagen dann Bienenzauber selbst gemacht.
00:14:35: Das sind so ein paar Bastelworkshops, die man selber kürzen kann.
00:14:41: Oder z.B.
00:14:41: in Osteren Eier gefärbt mit Bienenwachs, so eine schöne Technik.
00:14:50: Aber wir machen auch Tima-Lässe für Firmen bis zu siebenzig Leute zum Teil mit Catering, wo dann wirklich auch ein Schutzanzug kommt und man auf die Bienengönte aufmacht.
00:15:05: Wir machen Honingtekustationsworkshops also wirklich auch dort ganz breite.
00:15:13: Oder einer meiner Favoriten ist die Bienenwanderung.
00:15:16: Dort laufen wir eigentlich einen Tag lang vom Stadtrand bis hier in Kreis Vier zu uns und haben verschiedene Stationen unterwegs, wo man auch wieder das ganze Thema rund um Bienen anschaut von den Wildbienen über die Honigbienen.
00:15:35: balsam selber produzieren, mit Bienenwachs unterwegs.
00:15:39: Und wir können Honigtegustation machen unterwegs aber auch über Natur, umweltdiskutiert und problem- aber auch die Lösungen.
00:15:49: dünn diskutieren, während dem ganzen Tag wirklich ganz lässige Tage ausflug.
00:15:58: Das hört sich nach etwas an wo auch Menschen die sagen ja
00:16:02: Bin
00:16:03: ich weiß nicht
00:16:04: Freude haben könnten.
00:16:06: absolut.
00:16:09: wenn du jetzt dir vorstellst da ist eine Unternehmerin die irgendwo in der Stadt ein Büro hat und bis jetzt so keine Pflanzen was würdest du dir empfehlen?
00:16:20: Also was sie anpflanzen sollen.
00:16:23: Ja, dafür wie Sie gerne auf bifinder.ch.
00:16:30: Das ist ein Projekt für Wildbienen.
00:16:33: Dann kann man die Adressen eingehen, wo man etwas anpflanzen will.
00:16:37: Dann spuckt es aus, was in dieser Region Daten vorhanden sind für Wildbienen und was sie brauchen.
00:16:47: Dann kann man ganz gezielt die Wildbiene fördern im Form von Habitaten oder Pflanzen oder beides, was man bieten kann, für die Bienen, die wirklich dort vorkommen.
00:17:00: Es bringt nichts, wenn wir Bienen fördern, die jetzt z.B.
00:17:03: beim Tessin leben, nicht in Zürich.
00:17:06: Und dann bringt es nichts, wenn ich die Pflanzen in Zürich habe für Bienen im Dessin.
00:17:12: Deswegen ist das eine super Sache, dass man sieht, was kommt bei mir vor und was lohnt sich da etwas zu machen?
00:17:21: Das
00:17:21: geht ja auch in einem Balkonkästchen oder ein paar Töpfen,
00:17:25: die draußen auf der Fensterbank stehen.
00:17:27: Genau!
00:17:28: Also grundsätzlich sage ich immer, jedes Blöde hilft.
00:17:31: Jedes bisschen hilft.
00:17:34: Ich habe letztes Jahr auf meinem Balkon Wildbienen gesehen, die verzweifelt haben, um zu suchen, dass sie irgendwo hinein können.
00:17:43: Und ein paar Wochen oder Monate vorher hat mein Sohn einmal so Holzbrügel heimgeschleppt und sie sind einfach umgelegen bei uns.
00:17:52: Woauf ich kurze Handschuhe mit der Bohrmaschine ein paar Löcherbord in die Holzerugel und die angestellt habe.
00:17:59: Die sind jetzt alle besetzt.
00:18:01: Sie haben gar nichts mehr gemacht oder grossmüsemachen, also eine ganz simple Lösung.
00:18:09: Und die sind jetzt auch ... Gerade den Frühling gestern konnte ich schön beobachten, dass sie jetzt schon wieder geschlüpft und aktiv sind.
00:18:18: Also manchmal braucht es wirklich nicht viel.
00:18:21: Das
00:18:22: wundert mich
00:18:22: manchmal, dass
00:18:24: Menschen wie ... Nicht gar nicht auf die Idee kommen, dass sich mit Kleinigkeiten
00:18:31: ja auch helfen
00:18:32: können oder sich und auch anderen was mit es tun können, weil ich meine wenn eine Blume vor meinem Fenster ist fühle ich mich auch besser wenn ich raus gucke als wenn da nur ne graue Wand
00:18:43: ist.
00:18:45: Ganz am Anfang haben wir drüber gesprochen warum leben Bienen in der Stadt gesünder als auf dem Land?
00:18:54: Was würdest du machen wenn jemand aufm Land
00:18:57: Wohnt
00:18:58: oder was würdest du dir dem anraten?
00:19:01: Was könnte ein Beitrag sein, damit bin ich gesünder werden
00:19:04: kann.
00:19:05: Das ist eine sehr gute Frage.
00:19:09: Ich glaube natürlich kommt es schon mal darauf an wo.
00:19:13: Es gibt natürlich Land und Land und es gibt schöne Alpenlandschaften, die noch heilig weltisch sind.
00:19:22: Dann haben wir ... Landschaften, die vielleicht prägt sind von Landwirtschaften, das sie nicht mehr so heil aussehen.
00:19:31: Ja, es ist schwierig.
00:19:32: Ich denke, man kann auch wieder mit kleinen Sachen anfangen oder ich sage oft ... Man kann z.B.
00:19:40: etwas, was wir alle täglich machen und konsumieren.
00:19:44: Man kann beim Konsum mal darauf schauen, was man konsumiert, woher kommt, wie wird es produziert?
00:19:52: Und das ist statt Landenunabhängig.
00:19:56: Wenn man in einer Zone lebt, wo vielleicht viel Landwirtschaft ist ... Vielleicht auch mit den Bauern ins Gespräch kommt?
00:20:05: Mal ihre Sicht hören?
00:20:08: Vielleicht versuchen wir mit ihnen zu sensibilisieren für Insekten?
00:20:14: Ich finde ... Das Bauernbashing bringt gar nichts wieder.
00:20:20: Sie machen das Beste und Möglichste mit den Mitteln, die sie haben.
00:20:26: Ich denke vieles liegt auch an der Politik.
00:20:28: Es ist auch wieder statt Landunabhängig, dass man politisch aktiv werden könnte.
00:20:34: Das ist dann für mich so Ende des Spektrums.
00:20:37: Der Anfang vom Spektraum, wie schon gesagt, zuhause Konsum.
00:20:43: Und dann wieder Abpflanzen und Habitatschaffen, wenn man Möglichkeiten hat ... Und etwas, was ich auch sehr gerne erwähne ist ... Wir räumen alle viel zu viel auf.
00:20:55: Und wir pützeln viel zu viele unsere Landschaft und unsere Garten und unsere Waldkönnen.
00:21:00: Und vielleicht alles einfach ein bisschen puffiger lassen.
00:21:03: Einfach ein bisschen einlassen.
00:21:06: Das würde uns ja allen noch gut tun.
00:21:08: Wenn man einmal den Druck loshält und immer das Gefühl hat, dass es perfekt sein muss und schön aufgeräumt wird.
00:21:14: In Sektor haben wir Freude, wenn mal etwas liegen lassen wird.
00:21:18: wo sie dann vielleicht ein Habitat findet.
00:21:21: Das ist für mich ein wunderbares Statement zum Abschluss.
00:21:26: Es kommt so wieder durch, es gibt ganz viele Möglichkeiten und manchmal muss ich einfach nichts tun, das ist die beste.
00:21:32: Genau,
00:21:33: absolut!
00:21:34: Danke vielmals,
00:21:35: Anna.
00:21:35: Danke dir vielmals nicht.
00:21:39: Besonders gefallen hat mir die Sicht von Anna auf die Bienen- und Insekten ganz allgemein den Sympathieträger Biene oder Honigbiene zu nutzen, um den Insekten eine Stimme zu geben und der Biodiversität damit auch.
00:21:57: Was hat dich begeistert?
00:22:01: Vielen Dank dass du diese Podcast-Folge gehört hast!
00:22:04: Bist Du auch auf dem Weg zur Mehrnachhaltigkeit?
00:22:07: Gerne begleite ich Dich oder Dein Unternehmen.
00:22:11: Ich freue mich wenn Du Dich mit mir auf LinkedIn vernetzt.
00:22:15: Wenn Du magst hinterlasst mir auch gerne eine Bewertung bei Google.
00:22:19: Ich hoffe, die heutige Folge hat dir gefallen und du schaltest auch beim nächsten Mal wieder ein wenn es heißt Unternehmerin und ihre Nachhaltigkeit.
00:22:28: Tschüss!
Neuer Kommentar